Warum gegen-gerade-jetzt
Warum immer noch gegen-gerade-jetzt?
Wäre das nicht angesichts der Ereignisse seit Gründung dieses Blogs die angemessenere Fragestellung?
Im Juli 2009, unmittelbar nach dem unsinnigsten Abstieg aller Zeiten hörte sich die Antwort darauf noch ganz anders an:
Hatten wir das nicht alles schon mal?
Nein, es ist anders, aber manchmal fühlt es sich eben so an und manchmal ist es eben auch an der Zeit zu agieren, um hektischen Reaktionen zuvor zu kommen.
In einem deutlich härteren regionalem Wettbewerb, hat man versäumt die Weichen in die richtige Richtung zu stellen und auf allen “Fronten” an Boden verloren.
So kann es unserer Meinung nicht weiter gehen, daher sind wir gerade jetzt gegen eine Fortführung dieser ziellosen, auf Fatalismus vertrauenden Vereinspolitik, eben gegen-gerade-jetzt!
So schnell kann´s gehen und die eigenen Gedanken sind (Vereins-) Geschichte. Der KSC hat in einer aufreibenden Mitgliederversammlung einen neuen Präsidenten gewählt, dem vom ersten Tag an heftiger Gegenwind aus den Reihen der “Ehemaligen” und Unterlegenen entgegen blies und aufgrund der ausschweifenden Veranstaltung am 30.09.2009 einige Wochen auf die vollständige Funktionsfähigkeit des Präsidiums warten musste, da erst am 06.11.09 die beiden Vizepäsidenten gewählt wurden.
Eigentlich der Zeitpunkt die Aktivitäten hier im Blog einzustellen und sich wieder ganz und gar dem sportlichen Geschehen zu widmen, wenn da nicht diese stetigen Grabenkämpfe innerhalb des Vereins wären, die z.T. auch vor der virtuellen Gürtellinie nicht halt machen. Anstatt nun mit vereinter Kraft den Schwung der “neuen Besen” zu nutzen, lädt man seinen über Jahre unter dem Teppich gesammelten Kehrricht vor den Füßen der Clubführung ab.
Es wird Zeit sich gerade jetzt auf das Wesentliche zu besinnen und mit aller Kraft gegen das zu arbeiten, was uns wirklich gefährlich werden kann, da sowohl das sportliche, als auch das wirtschaftliche Umfeld unseres Vereins in den letzten Jahren massiv an Boden verloren hat.
Ich möchte meinen Anteil in der Fortführung dieses Blogs einbringen. Vordergründiges hinterfragen, Kritik anbringen wo sie angebracht ist, im Sinne des Vereins unterstützend wirken und vor allem den Wahrheiten auf den Grund gehen, was eine z.T. sehr einseitig berichtenden Presse wohl nicht auf die Fahne geschrieben hat.
Es gibt noch viele Themen über die es man berichten, diskutieren, sich empören, freuen oder einfach nur lächeln kann.
Wer etwas dazu beitragen möchte? Nur zu!
Detlev M. Gronau-Initiator dieser Seite
Gegen. Gerade. Jetzt.
Gegengerade, jetzt? Oder Gegen, gerade jetzt? Oder beides?
Gegen. Hm. War und ist das nicht viel zu negativ?
So könnte die übliche Frage eines Hobby-NLPlers aus dem Wochenendseminar
„Kommunikationsvernichtung, leicht gemacht“ lauten, um opponierende Meinungen per se zu diskreditieren.
Die Geschichte ist voll von fruchtbaren Ideen, die Neues, Zukunfträchtiges in sich trugen und nicht alle wünschenswerten Veränderungen sofort, aber doch nachhaltige Entwicklungen provozierten. So hat sich die badische Haltung schon vor über 160 Jahren in die Geschichtsbücher eingetragen.
Doch bevor wir uns in unangemessene historische Dimensionen begeben, zurück in die Niederungen unseres Vereins, dessen Einordnung in die Wirtschaftskategorie der mittelständischen Unternehmen noch immer schwer fällt.
Und das ganz ohne bösen Willen!
Ein Chef-Trainer, der ohne Zweifel den KSC kannte, wie kaum ein Zweiter. Ein Typ, wie er in dieser Landschaft sonst nicht zu finden war. Wahrscheinlich exakt der Grund, der ihn zunächst hat zögern lassen, bevor er den Job übernahm.
Ein Präsident, der auf einer KSC-Veranstaltung seine Getränke selbst aus dem Privatportemonnaie zahlte und alles aus seiner Sicht Erdenkliche tat, dem Verein unter die Arme zu greifen.
Ein Manager, der auch schon zeitweise ohne Bezahlung gearbeitet hatte und dessen Nervensystem in Schicksalssituationen des Vereins mit Veitstänzen auf dem Wildparkrasen reagierte, weil er sein Herz an diesen Club verloren hatte.
Allen sei zugestanden, dass sie „Raus“-Rufe abwiesen. Es klingt immer nach Brüskierung, Respektlosigkeit und Unterschätzung des Geleisteten.
Nur gilt es zu bedenken, dass Fussball Emotion bedeuten muss und angesichts der sonstigen Identifikation und teilweiser huldigender Choreos den Rufern nicht zugemutet werden kann, ein Versmaß höchster Schwierigkeitsstufe für die Kurve zu kreieren, das da lautet: „Wir-danken-Euch-für-Euren-Einsatz-aber-diese-Positionen-sind-nicht-umsonst-meist-zeitlich-begrenzt-und-wir-bitten-Euch-wirklich-inständig-zu-überprüfen-ob-Eure-Kreativität-Kraft-und-Bereitschaft-für einen-Neuanfang-ausreicht-weil-uns-nach-24-Monaten-eines-von-Euch-so-bezeichneten-Geschenks-der-Glaube-daran-abhanden-gekommen-ist-vielen-Dank!“
Karlsruhe hat die besten und buntesten Fans. Aber keinen bruddelfreien Thomaner-Chor. Und das ist gut so!
Unmutsäußerungen im Stadion wurden zum Beispiel durch stehende Ovationen bei der Mitgliederversammlung relativiert. Wer jeweils nur eine Seite der Medaille betont, zeichnet ein Zerrbild.
Wahrscheinlich erstmalig in der Bundesliga-Geschichte macht sich ein Verein auf, durch die Neubesetzung aller Schlüsselsituationen innerhalb kürzester Zeit die notwendige Erneuerung einzuleiten.
Solche deutlichen Veränderungsprozesse funktionieren nirgendwo geräuschlos und unkompliziert. Im Gegenteil birgt gerade diese nahezu natürliche Unruhephase die Chance aus bisherigen Ansätzen auszubrechen und diese ebenso kritisch zu würdigen wie neue Ideen.
Dieser Zustand ist bereits erreicht und wer sich Veränderung ohne Nebenwirkungen wie das Aufbrechen alter Wunden und Bedenken wünschte, hat einen solchen Prozess wohl etwas naiv eingeschätzt. Dies beweist fast jeder Regierungswechsel, jeder Austausch von Führungskräften in der sogenannten freien Wirtschaft, jede Krise in einer privaten Partnerschaft.
Fruchtbar wird diese Phase jedoch erst mit der Rückkehr zur gemeinsamen, inhaltlichen Diskussion. Wem es um den Verein geht, hält sich nun nicht mehr mit persönlichen Geschmacksfragen auf, sondern bringt substanzielle Vorschläge ein.
Diese Ideen-Sammlung braucht einen Adressaten. Auch dafür soll Gegen-Gerade-Jetzt.de stehen.
Eben: Gegen (das reine Motzen). Gerade (bei Chancen zur Weiterentwicklung). Jetzt (im Moment der Veränderung).
Am besten in Form von begründeten, interessanten und unterhaltsamen Artikeln an den Initiator dieses Blogs!
Sebastian Farrenkopf-geistiger Vater des gegen.gerade.jetzt-Gedanken