Und täglich grüßt das Murmeltier
Bill Murray in seiner Paraderolle als egozentrischer “Wetterfrosch”, der in Punxsutawney (oder war es doch Karlsruhe?) vom alljährlichen “Groundhog Day” berichten soll und in einer zeitlichen Endlosschleife landet, erinnert mich zunehmend an meine tägliche Wahrnehmung der Medien in Sachen KSC.
In gewisser Weise habe ich durchaus Verständnis, denn einerseits hat unser neuer Präsident nicht gerade “gemauert” und damit so manche Angriffsfläche geboten, die von der sensationsgeilen Medienlandschaft unserer Zeit natürlich dankend angenommen werden, da sich andererseits solche “Bad News” schlicht und ergreifend gut verkaufen lassen.
Warum man nun aber überhaupt keinen eigenen Ehrgeiz mehr entwickelt, um den Gegebenheiten auf den Grund zu gehen und die vorliegenden Fakten schlichtweg ignoriert bzw. verdreht, kann ich nicht mehr nachvollziehen!
Es wird zwar mit dauernder Wiederholung nicht besser, aber mit jedem “Groundhog Day” glauben es ein paar Leute mehr!
Stellvertretend für diese Gedanken steht der nachfolgende Leserbrief von Sebastian Silió, der gestern von ihm an die zuschauerredaktion@dsf.de gesendet wurde, da dieser Beitrag in Hattrick die Krönung der Bodenlosigkeit der bisher veröffentlichten Beiträge zu unserem Verein darstellt.
1,593 clicksSehr geehrte Damen und Herren,
Ihr Hattrick Beitrag zum Spiel KSC vs. TUS Koblenz vom 27.11.2009 geht sowohl vor, als auch nach dem eigentlichen Spielbericht ausführlich auf aktuelle Ereignisse beim KSC ein.
Hier sind Ihren Redakteuren jedoch einige Fehler unterlaufen:
- Der Spieler Serhat Akin wurde vom KSC verpflichtet, weil der Trainer der KSC II Mannschaft das Präsidium auf dessen Potential hinwies und um eine Anbindung bat. Herr Akin war nebenbei bemerkt jahrelang in der KSC Jugend aktiv. Seine Verpflichtung kostet den KSC zunächst nichts, da Sponsoren sein Grundgehalt übernehmen.
Herr Dohmen war in den Vertragsprozess eingebunden, und auch Herr Schupp wusste um die anstehende Verpflichtung.
Gleiches gilt für alle Vereinsmitglieder und die Karlsruher Journalisten, da die Verpflichtung bereits Wochen zuvor auf der Mitgliederversammlung zur Neuwahl der Vizepräsidenten angekündigt wurde.- Es ist richtig, dass Herr Schupp zusammen mit Herrn Dohmen ein Finanzierungsmodell für einen Co-Trainer eingebracht haben. Dies ist aber ausdrücklich an die Personen Schupp und Dohmen gebunden.
Daher ist zumindest nachzuvollziehen, dass das Präsidium des KSC hier noch Abklärungsbedarf sieht. Man stelle sich solch ein Konstrukt in einem anderen Bundesligaverein vor.- Herr Metzger ist zwar tatsächlich noch Oberbürgermeister in Bretten, wird aber nicht mehr kandidieren und macht deshalb auch keinen Wahlkampf. (Das Erreichen der Altersgrenze war mit ein Grund, weshalb er sich für das ehrenamtliche Präsidentenamt beim KSC beworben hat und vor knapp zwei Monaten mit großer Mehrheit im ersten Wahlgang gewählt wurde) Fazit: Ihr Versuch investigativen Journalismus zu betreiben, kann, gutwillig betrachtet, als “bemüht aber ungenügend” bewertet werden, so das man Ihnen raten möchte, doch bitte bei reiner Sportberichterstattung zu bleiben.
Es fällt aber nicht schwer, ihn auch als “bewusst böswillig” zu bezeichnen, da offenkundig und plump UN- und Halbwahrheiten dargestellt werden.
Einem unvoreingenommenen, aber auch nur etwas informierten Zuschauer stellt sich nun die Frage nach dem Warum und der bezweckten Absicht des DSF in dieser Sache.In der Hoffnung einen kleinen Beitrag zur Qualitätssicherung beim DSF geleistet zu haben, verbleibe ich mit freundlichem Gruß
Sebastian Silió